Johann KiermeierInterim Management, GM Consulting e.K.

Wenn erfahrene Leute gehen, landet jede Entscheidung beim Inhaber.

Als Interim Manager gehe ich in Unternehmen mit mehreren Standorten, wenn eine Führungsposition frei wird oder eine Nachfolge ansteht.

Johann Kiermeier, Interim Manager aus Bayern
Rolle
Interim Manager
Region
Bayern
Unternehmensgröße
20 bis 500 Mitarbeitende
Mandate
ab drei Monaten, festes Enddatum

Ich ordne die Verantwortung neu, baue die Steuerung je Standort auf und setze das mit Ihren Leuten vor Ort um. Wenn es ohne mich läuft, gehe ich.

So denke ich, so gehe ich vor

Die vier Fälle sind Beispiele, keine Kundenprojekte. Sie zeigen, welche Fragen ich zuerst stelle, was ich vermute und wie ich vorgehe. Wenn Sie Ihr Unternehmen in einem davon wiedererkennen, sprechen wir darüber.

NachfolgeBeispielfall

Betrieb
Bäckerei, 25 Filialen
Inhaber
64 Jahre, bis Ende 2028 an Bord
Nachfolge
Tochter, führt den Verkauf
Was der Inhaber sagt
„Unser Problem ist das Personal.“

Der Senior will übergeben. Entschieden wird trotzdem alles bei ihm.

Was ich zuerst frageWelche Entscheidung hat Ihre Tochter im letzten Monat allein getroffen?

Meine Vermutung

Hohe Fluktuation ist oft die Folge, selten die Ursache. Die Tochter trägt die Verantwortung für den Verkauf. Preise und Sortiment macht aber weiter der Senior, oft aus dem Gefühl heraus. Die Filialleitungen merken das und warten im Zweifel auf ihn. Wer wartet, geht irgendwann.

So gehe ich vor

  1. BefundGespräche quer durch Backstube, Filialen und Büro, bis sich die Aussagen wiederholen. Ich lege die Fluktuation je Filiale neben die Frage, wer dort was entscheiden darf.
  2. UmsetzungEine Liste, wer was entscheidet und bis zu welcher Grenze. Senior und Tochter unterschreiben sie beide. Der Senior stellt die Tochter in den Filialen selbst als Entscheiderin vor. Jede Woche eine feste Runde mit den Zahlen je Filiale.
  3. ÜbergabeDie Tochter leitet die Runde. Der Senior ist Gast. Ich ziehe mich zum vereinbarten Datum zurück.

Woran Sie merken, dass es wirkt: Der Senior erfährt von einer Preisänderung aus dem Wochenbericht. Und er ist einverstanden.

VakanzBeispielfall

Betrieb
Getränkemärkte, 30 Standorte
Lage
Kündigung, drei Monate Frist, kein Nachfolger
Folge
Inhaber führt die Region nebenbei

Der Regionalleiter kündigt. Ab Montag rufen alle Marktleiter den Chef an.

Was ich zuerst frageWas hat er wirklich entschieden, und was hat er nur weitergegeben?

Meine Vermutung

Ein guter Regionalleiter hat vieles im Kopf, das nirgends steht: welcher Marktleiter Hilfe braucht, welche Vereinbarung mit welchem Vermieter gilt. Geht er, geht das Wissen mit. Die Stelle sofort neu zu besetzen, löst das nicht. Erst muss klar sein, was die Stelle eigentlich ist.

So gehe ich vor

  1. Übergabe sichernSolange er noch da ist, fahre ich mit ihm die Märkte ab und schreibe mit. Was er entschieden hat, kommt auf eine Liste.
  2. Position auf Zeit führenIch übernehme die Region selbst. Die Marktleiter haben wieder einen Ansprechpartner, der Inhaber hat seine Zeit zurück.
  3. Nachfolger aufbauenOft sitzt der Nachfolger schon im Haus. Ich nehme ihn in jede Runde mit und gebe ihm Schritt für Schritt Entscheidungen ab. Das Enddatum steht von Anfang an fest.

Woran Sie merken, dass es wirkt: Die Marktleiter rufen wieder in der Region an. Und irgendwann nicht mehr mich.

PersonalkostenBeispielfall

Betrieb
Gastronomie, 12 Betriebe
Lage
Umsatz stabil, Personalkostenquote steigt
Was die Betriebsleiter sagen
„Wir sind eh schon knapp besetzt.“

Der Umsatz hält. Die Personalkosten steigen trotzdem jedes Jahr.

Was ich zuerst frageWann kommen Ihre Gäste, und wann kommen Ihre Leute?

Meine Vermutung

Dienstpläne folgen meist der Gewohnheit. Die Schicht beginnt um sechs, weil sie immer um sechs begonnen hat. Dann ist der Betrieb morgens zu voll und mittags zu knapp. Beides kostet: zuerst Lohn, danach Umsatz. Bei ALDI SÜD habe ich das in einer ganzen Region umgestellt.

Wochenbericht je Betrieb, Beispielwerte zur Veranschaulichung
BetriebUmsatz je StundePersonalkosten in % vom UmsatzAbweichung zur Planung
Betrieb 03142 €27,8 %+0,4 Pkt.
Betrieb 07118 €33,1 %+3,9 Pkt.
Betrieb 11131 €29,5 %−0,6 Pkt.

So gehe ich vor

  1. Standort-CheckDrei Tage. Ich lege Gästezahlen je Stunde und Wochentag neben den Dienstplan, prüfe Öffnungszeiten und Mieten. Am Ende ein halber Tag Workshop mit der Geschäftsführung.
  2. UmsetzungEine einfache Planungsregel für jeden Betriebsleiter: Personal folgt der Gästekurve. Dazu eine Zahl, die jede Woche auf den Tisch kommt.
  3. ÜbergabeDie Betriebsleiter planen selbst nach der Kurve. Abweichungen sieht die Zentrale im Wochenbericht, bevor sie im Monatsabschluss stehen.

Woran Sie merken, dass es wirkt: Mittags fehlt niemand mehr. Und die Quote sinkt, ohne dass jemand entlassen wurde.

RestrukturierungBeispielfall

Betrieb
Großhandel, 8 Niederlassungen, eigene Touren
Lage
Konzept fertig, Bank verlangt monatliches Reporting
Risiko
Maßnahmen ohne Namen und ohne Datum

Das Sanierungskonzept liegt auf dem Tisch. Wer setzt es in den Niederlassungen um?

Was ich zuerst frageWelche Maßnahme im Konzept hat einen Namen und ein Datum?

Meine Vermutung

Ein gutes Konzept beschreibt, was passieren muss. Wer es in welcher Niederlassung bis wann macht, steht selten drin. Die Leute vor Ort haben am Konzept nicht mitgeschrieben. Sie sollen es aber tragen.

So gehe ich vor

  1. ÜbersetzenJede Maßnahme bekommt eine Niederlassung, einen Verantwortlichen und ein Datum. Die Niederlassungsleiter höre ich vorher an.
  2. SteuernEin Monatsabschluss je Niederlassung und eine wöchentliche Steuerungsrunde. Der Bericht ist so gebaut, dass die Bank ihn ohne Rückfrage lesen kann.
  3. ÜbergebenDie Runde läuft mit Ihrem Team weiter. Ich gehe, wenn die Zahlen zweimal hintereinander pünktlich und ohne mich gekommen sind.

Woran Sie merken, dass es wirkt: Die Bank ruft seltener an. Sie liest den Bericht.

Drei Stufen, ein festes Enddatum

Das Erstgespräch dauert eine Stunde und ist kostenlos. Zeitrahmen und Honorar besprechen wir, wenn Ihr Ziel klar ist.

  1. Befund

    In der Regel vier Wochen. Ich frage nach den Dos und Don’ts im Haus, fahre die Standorte ab und lege Umsatz und Kosten je Standort neben die Gespräche. Am Ende liegt ein Plan auf einer Seite vor Ihnen: was in 3, 6 und 12 Monaten möglich ist. Sie entscheiden, was davon passiert.

  2. Umsetzung

    Vor Ort, so oft Sie es brauchen. Wer entscheidet was, bis zu welcher Grenze. Kennzahlen je Standort, ein Wochenbericht, eine feste Steuerungsrunde.

  3. Übergabe

    Ihre Leute steuern, die Runde läuft ohne mich. Das Enddatum steht von Anfang an fest. So weiß jeder im Haus, wer extern ist und wer bleibt.

Mandate ab drei Monaten. Ist eine Führungsposition tatsächlich frei, übernehme ich sie auf Zeit selbst, bis der Nachfolger so weit ist.

Echte Ergebnisse aus der Linie

Die Fälle oben sind Beispiele. Diese Zahlen habe ich selbst verantwortet.

−10 bis 15 %

Bereich
Filialnetz, Metropolregion München
Zeitraum
2018 bis 2021

Personalkosten im eigenen Verantwortungsbereich, bei gleichzeitig steigendem Umsatz. Als Regionalverkaufsleiter bei ALDI SÜD, mit Ergebnis- und Personalverantwortung für Filialen mit rund 100 Mitarbeitenden.

28 / 18

Bereich
Standortnetz mit Geschäftspartnern
Zeitraum
2021 bis 2026

28 Standorte verantwortet, 18 Wechsel von Geschäftspartnern begleitet. Jeder Wechsel war eine kleine Nachfolge: Der Betrieb musste am nächsten Tag weiterlaufen, mit denselben Mitarbeitenden und neuen Entscheidern.

Ich weiß, woher ich komme.

Den Betrieb meiner Eltern habe ich selbst durch die Sanierung geführt.

Die Bank saß mit am Tisch. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Lebenswerk auf dem Prüfstand steht und andere mitreden. Deshalb arbeite ich so, wie ich es mir damals gewünscht hätte. Die ganze Geschichte erzähle ich Ihnen im Erstgespräch.

Womit ich anfange

Jedes Angebot hat einen klaren Umfang und ein Ende. Preise nenne ich im Gespräch, wenn klar ist, worum es geht.

Interim Management

Kern

Ich übernehme eine Führungsaufgabe auf Zeit, von der Bereichsleitung bis zur Geschäftsführung. Anlass ist eine Vakanz, eine Nachfolge oder eine Restrukturierung.

  • Befund, Umsetzung, Übergabe
  • Mandate ab drei Monaten
  • Festes Enddatum von Beginn an

Für inhabergeführte Unternehmen mit Filialen, Standorten, Touren oder Niederlassungen.

Standort-Check

Einstieg

Drei Tage. Ich suche die Hebel im eigenen Betrieb: Personaleinsatz, Öffnungszeiten, Miete, Führung. Zum Abschluss ein halbtägiger Workshop mit der Geschäftsführung.

  • Umfang und Preis stehen vorher fest
  • Ergebnis gehört Ihnen, auch ohne Folgeauftrag

Für Filialnetze, Gastronomie mit mehreren Betrieben und Franchisesysteme.

Kategorie-Check für Tankstellennetze

Spezial

Shop-Konditionen mit der Industrie: Tabak, Getränke, Süßwaren. Ich prüfe, was Ihre Stationen heute bekommen und was möglich ist. Ich werde von Ihnen bezahlt und von keinem Lieferanten.

  • Drei Tage, Workshop mit der Geschäftsführung
  • Auf Wunsch Begleitung der Verhandlung und des Rollouts

Für Mineralölgesellschaften und Tankstellenketten mit 20 bis 300 Stationen.

Beirat

Gremium

Für Inhaber, die einen Beirat einrichten oder ergänzen wollen. Mein Blick ist der aus der Fläche: Steuerung je Standort, Personalkosten, Nachfolge in der zweiten Ebene.

  • Beiratsprofil als PDF auf Anfrage

Für Familienunternehmen vor oder nach einem Generationswechsel.

Vier Regeln, an die ich mich halte

Ich sage, was ich sehe.

Auch wenn es unbequem ist. Sie bezahlen mich für einen ehrlichen Blick von außen.

Ihr Lebenswerk bleibt Ihres.

Ich schlage vor, Sie entscheiden. Regeln tragen nur, wenn der Inhaber sie selbst will.

Zahlen vor Meinungen.

Jede Woche liegen die Zahlen je Standort auf dem Tisch. Darüber reden wir, nicht über Eindrücke.

Ich gehe wieder.

Das Enddatum steht vorher fest. Mein Ziel ist, dass Sie mich nicht mehr brauchen.

Johann Kiermeier

Ich bin 35, Familienvater und komme aus einem Familienbetrieb in Bayern. Was ein eigener Betrieb an Arbeit und an Verantwortung bedeutet, kenne ich von zu Hause.

Angefangen habe ich bei KPMG in Wirtschaftsprüfung und Controlling. Danach habe ich acht Jahre Standorte in der Linie geführt. Seit 2026 arbeite ich als Interim Manager.

  • seit 07/2026GM Consulting e.K., Interim Management
  • 2021 bis 2026Verantwortung für ein Netz aus 28 Standorten mit Shop, Gastronomie und selbstständigen Geschäftspartnern
  • 2018 bis 2021ALDI SÜD, Regionalverkaufsleiter Metropolregion München
  • davorKPMG, Wirtschaftsprüfung und Controlling

Ein Gespräch, eine Stunde, kostenlos

Schreiben Sie mir oder rufen Sie an. Was Sie mir erzählen, bleibt zwischen uns. Ein LinkedIn-Profil brauchen Sie dafür nicht.

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